Sonntag – Montag, 5./6. Oktober 2025

Der Neveser Höhenweg im zweiten Anlauf findet etwas spät im Jahr statt, und die Wetterprognosen sind nicht sehr ermutigend. Trotzdem finden wir uns am Sonntag nachmittag auf dem Parkplatz am Neveser Stausee ein, um zur Chemnitzer Hütte auf 2.419 m Höhe aufzusteigen. Die Berge sind schon angezuckert, die Temperatur etwas niedrig. Gut eingepackt steigen wir in leichtem Schneegestöber aufwärts, bis wir bei starkem Wind die Hütte erreichen und in die warme Stube fallen. Der Empfang ist herzlich, wir genießen die nette Hüttenatmosphäre, während draußen der Wind um die Ecken pfeift. Bei Rommé und beim Kniffeln vertreiben wir uns die Zeit bis zum Abendessen. Knödel, Röstkartoffel, Schnitzel und Ei hat die Wirtsfamilie schmackhaft zubereitet. Schon gegen halb zehn liegen wir im Lager und lauschen dem Wind. Öfters wachen wir auf, weil der Sturm das Dach abzutragen scheint.

Am Morgen der Blick aus dem Fenster. Überall schneeweiß, die Windböen treiben  Schneefahnen vor sich her. Beim Frühstück beschließen wir: es ist nix mit dem Neveser Höhenweg, wir steigen ab und versuchen talauswärts unser Glück. Der Wirt Roland gibt uns hilfreiche Tipps mit auf den Weg. Dick eingepackt steigen wir talwärts, und erst unten wird es gemütlicher. Auf der Nevesalm versorgen wir uns mit selbstgemachtem und preisgekröntem Käse, für eine appetitanregende Platte ist auch noch Zeit. Dann fahren wir weiter talauswärts. Allerdings ist die Motivation gegen Mittag nicht mehr die Beste. Im Einvernehmen mit allen Teilnehmern machen wir Schluß und fahren nach Hause, nicht ohne einen Zwischenstopp für Kaffee und Kastanienherz einzulegen.  Die Stimmung ist trotz schlechtem Wetter und abgebrochenem Höhenweg recht lustig, und die beiden Tage in angenehmer  Gesellschaft sind sehr gelungen.

Erika, Elfi, Monika, Petra, Sophie, Armin