Sonntag, 19. Oktober 2025

Im Hotel Lago di Tenno trinken wir zunächst einen Kaffee, dann folgen wir dem gut beschilderten Weg zum mittelalterlichen Weiler Canale. Durch einen Torbogen treten wir ein in gepflasterte Gassen, entdecken kleine Innenhöfe, künstlerische Details und bestaunen die gepflegten alten Häuser. Über eine steile Treppe verlassen wir das Dörfchen und wandern durch lichten Mischwald den Berg hinauf. Wir genießen die Ruhe und den herbstlich gefärbten Wald. Weiter oben lichtet sich der Wald und alte Trockenmauern säumen den Pfad. Immer wieder finden wir Kastanien auf dem Weg, die wir mit Freude einsammeln. Der Himmel ist bedeckt, sodass sich die Sonne schwer tut, aber es ist mild. Am Rifugio San Pietro, unserem Ziel, angekommen halten wir inne: ein weiter Blick über den nördlichen Teil des Gardasees, Riva und auch den Monte Baldo mit Wolkendecke eröffnet sich uns.

Wir waren zu schnell, noch zu früh für das Mittagessen, so beschließen wir weiterzuwandern zum Monte San Pietro. Doch wir sind enttäuscht: ein Hügel im Wald ohne Aussicht. So freuen wir uns nun auf das für die Gegend typisches Mittagessen in einer engen Stube mit altem Gewölbe. Für den Rückweg nehmen wir den Pfad steil bergab Richtung Tenno. Mit viel Laub bedeckt und abgeschliffenen großen Steinen müssen wir aufpassen dass wir nicht rutschen. Nur einzelne Wanderer sind unterwegs. Wir treffen auf das schöne alte Dörfchen Cavola. Da wir so in Gespräche vertieft sind und die Umgebung bestaunen, müssen wir uns kurz orientieren und finden dann wieder den Weg Richtung Tennosee. Nach einem kurzen Abstecher zum See fahren wir zufrieden nach Hause.

Armin, Rosa, Melanie, Klari, Elfriede