Bis Samstag hatte sich niemand für die Gardaseewanderung angemeldet. Erst am späten Nachmittag meldete sich dann Erika – und so wurde aus der geplanten Gruppentour kurzerhand eine gemütliche Zwei-Frauen-Wanderung.
Da für den Gardasee Regen vorhergesagt war, mussten wir unsere ursprüngliche Route durch die Schlucht von San Michele verwerfen. Spontan entschieden wir uns für Mezzocorona und den Aufstieg auf den Monte.
Zahlreiche Bergläufer, die uns entweder entgegenkamen oder zügig überholten waren in den Morgenstunden unterwegs. Wir ließen es ruhiger angehen, stiegen plaudernd den steilen stufigen Pfad hinauf und gönnten uns immer wieder kleine Pausen an besonders schönen Aussichtspunkten mit Blick ins Tal. Am Wegesrand entdeckten wir unter anderem die herzblättrige Kugelblume sowie die blühende Felsenbirne.
Oben angekommen, machten wir uns auf den Weg zur Hängebrücke. Dort hatten wir das Glück, ganz allein zu sein. Der Blick in die Tiefe war beeindruckend – und ließ uns einen Moment lang leicht schwindeln.
Anschließend führte uns der Weg über eine Forststraße zurück zum Gasthaus „Ai Spiazzi“, wo wir uns einen Kaffee und eine „Ciambella“ gönnten. Die Sonne zeigte sich und wir besuchten noch die Aussichtsplattform am Monte,genossen den weiten Blick über das Tal und die umliegenden Berge und beobachtete die alte Seilbahn wie sie unermüdlich und flott auf und abfuhr.
Der Abstieg erfolgte auf demselben Weg, begleitet von den Klängen einer Musikkapelle. In Mezzocorona fand gerade ein Markt statt, der für eine lebhafte Atmosphäre sorgte.
Da Mittagszeit war machten wir uns auf die Suche nach einem Gasthaus, das wir nach kleinen Orientierungsschwierigkeiten schließlich fanden. Bei einem Glas Wein und einer Pizza ließen wir den Tag entspannt ausklingen.
Elfriede und Erika



