Samstag, 25. April 2026
Bei bestem Wetter und idealen Bedingungen starteten wir frühmorgens in Pietramurata zu einer der eindrucksvollsten Klettersteigtouren des Sarchetals. Schon vom Parkplatz aus beeindruckt die steil aufragende Felswand des Monte Casale – ein Vorgeschmack auf die lange und abwechslungsreiche Tour, die vor uns lag.
Der Klettersteig Che Guevara zieht sich in großzügigen Schleifen durch die gewaltige Südwestwand. Die Route ist hervorragend angelegt, landschaftlich einfach spektakulär und fordert mit ihrer Länge und Höhenmeterzahl vor allem Kondition. Technisch bleibt der Steig meist gut machbar, dennoch erfordern einzelne steilere Passagen Konzentration und saubere Tritttechnik. Immer wieder bieten sich fantastische Tiefblicke ins Tal und grandiose Ausblicke auf die Brenta- und Gardaseeregion – perfekte Plätze für kurze Verschnaufpausen und zum Genießen. Nach vielen luftigen Metern, Querungen und Aufschwüngen erreichten wir schließlich das Plateau des Monte Casale. Oben angekommen, wurde die Mühe mehr als belohnt: Weite Ausblicke, sonnige Rastplätze und das Gefühl, eine wirklich große Tour geschafft zu haben.
Für den Abstieg entschieden wir uns für den Klettersteig Rampin in der kürzeren, aber deutlich steileren Variante. Dieser verlangt noch einmal volle Aufmerksamkeit, besonders in den steilen Abstiegsstellen. Ein spannender und abwechslungsreicher Kontrast zum langen Aufstieg des Che Guevara, der die Tour perfekt abrundet.
Nach einem langen, erfüllten Tag kehrten wir zufrieden nach Pietramurata zurück. Zum perfekten Ausklang des langen Tourentages durfte ein erfrischendes Kneippbad an der Ponte Romana in Ceniga nicht fehlen. Das eisklare Wasser der Sarca sorgte für eine wohltuende Abkühlung, belebte müde Beine und brachte neue Energie nach der anspruchsvollen Klettersteigtour. Ein wunderschöner Platz, um kurz innezuhalten, die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen und die Tour entspannt ausklingen zu lassen. Und weil Genuss einfach dazugehört, durfte ein wohlverdientes Eis natürlich auch nicht fehlen
Martha, Nadia, Sergio, Matthias und Yvonne